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Peloponnes

Der Süden des griechischen Festlands wird von der Halbinsel Peloponnes („Insel des Pelops“) gebildet. Der (oder auch fachsprachlich: die) Peloponnes ist mit 21.000 qkm etwa so groß wie das deutsche Bundesland Hessen. Der Peloponnes gehört zu den relativ fruchtbaren und wasserreichen Gebieten Griechenlands und weist eine vielfältige Oberflächengestalt mit bis zu 2400 Meter hohen Bergzügen auf. Die meisten der etwa eine Million Bewohner leben in den Tälern und Küstenebenen.

 

Im Westen grenzt die Küste der Halbinsel an das Ionische Meer und im Osten an die Ägäis. Im Norden trennen der Golf von Patras, der Golf von Korinth und der Saronische Golf den Peloponnes vom restlichen griechischen Festland. Die einzige natürliche Landverbindung stellt der Isthmus von Korinth dar, der allerdings an seiner schmalsten, etwa sechs Kilometer breiten Stelle von einem von Brücken überquerten Kanal durchtrennt ist. Faktisch ist der Peloponnes durch diesen Kanalbau an seiner Nordostseite zur Insel geworden; er gilt aber wegen der Künstlichkeit der Abtrennung offiziell weiterhin als Halbinsel. Eine weitere Landverbindung wurde 2004 durch den Bau einer Brücke nahe Patras im Nordwesten der Halbinsel geschaffen.

 

Üblicherweise werden auf dem Peloponnes sieben historische Landschaften unterschieden. Alle Gebiete des Peloponnes bieten gute Möglichkeiten für Strand- und Sportaktivitäten, aber vor allem ist die Region berühmt für ihre ungeheure Dichte an Stätten der antiken griechischen Kultur und Geschichte.

 

Die nordwestlichste Region ist das vom Gegensatz von Meer und Gebirge geprägte Achaia mit der größten peloponnesischen Stadt Patras (150.000 Einwohner). Hier liegt das sehenswerte Kloster Megaspiläon, das zeitweise als das größte und reichste Kloster Griechenlands galt. Der nahe gelegene Dünenstrand von Kalogria ist eine der bekanntesten Badestellen Griechenlands.

 

Südwestlich von Achaia schließt sich das vorwiegend flache Elis an, das unter anderem für seine vielen heißen Heilquellen bekannt ist. Eine Sehenswürdigkeit stellt die Ausgrabungsstätte bei Olympia dar, dem antiken Austragungsort der Olympischen Spiele und Standort des Zeustempel-Weltwunders.

 

Östlich von Elis liegt im Zentrum des Peloponnes das Hochland von Arkadien, das sinnbildlich als Ort des Ideals vom einfachen und zufriedenen Lebens erklärt wurde.

 

Nördlich daran grenzt Korinthia mit der Namens gebenden Hauptstadt Korinth. Hier ist das faszinierende architektonische Altertums-Ensemble Akrokorinth ein unbedingtes Muss für jeden Besucher.

 

Östlich schließt sich die gebirgige Halbinsel Argolis an, die in die Ägäis ragt. Die Stadt Argos wurde vor 5000 Jahren gegründet und nimmt für sich in Anspruch, die älteste dauerhaft bewohnte europäische Stadt zu sein. Zu den bedeutendsten Ausgrabungsstätten von Argolis und Griechenland gehört Mykene.

 

An der Südspitze der Peloponnes liegt Lakonien mit der weltberühmten Stadt Sparta, von dessen antiken Bauten noch Teile des Theaters und der Akropolis erhalten sind.

 

Westlich vom gebirgig-rauen Lakonien erstreckt sich das wasserreiche, landwirtschaftlich intensiv genutzte Messenien mit dem für seine Oliven berühmten Hauptort Kalamata. In Messenien werden Antiken-Begeisterte nicht zuletzt bei den Überresten des Nestorpalastes von Pylos auf ihre Kosten kommen. Ausserdem befindet sich hier die Region Costa Navarino, welche für aussergewöhnlichen Luxusurlaub in Griechenland steht.

 

Aber auch für Sportbegeisterte bietet die südlichste Balkan-Halbinsel allerhand. In Arkadien eine Rafting-Tour auf den Fluss Lousios mitzumachen, bedeutet zum Beispiel nicht nur körperliches Naturerlebnis, sondern auch das Gefühl, auf Götterpfaden zu wandeln: Im Lousios soll Zeus gebadet haben.

 


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